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LPG-Verdampfer: Funktionsweise, Symptome bei Defekt und Reparatur

Veröffentlicht:
  • 03.11.2026
Kategorien:
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Landi Renzo Li10 TURBO LPG-Verdampfer mit Absperrventil

Wie funktioniert ein LPG-Verdampfer?

Bei einem Verdampfer handelt es sich um eines der wichtigsten Bauteile einer LPG-Autogasanlage. Seine Aufgabe ist es, das flüssige LPG aus dem Tank von der Flüssigphase in die Gasform zu überführen und gleichzeitig den Tankdruck auf den für die jeweilige Anlage vorgesehenen Arbeitsdruck abzusenken. Der LPG-Autogas-Verdampfer wird auch als Druckminderer bezeichnet und ist notwendig, um den Druck zu reduzieren und das Autogas über die LPG-Injektoren sicher dem Motor zuzuführen.

Um diesen Prozess durchzuführen, benötigt er Energie in Form von Wärme, die von der Abwärme über das Kühlmittel des Motors bereitgestellt wird. Deshalb ist der LPG-Verdampfer auch als Wärmetauscher zu sehen.

LPG-Verdampfer besitzen getrennte Bereiche für Kühlmittel und Kraftstoff; die Druckregelung erfolgt je nach Bauart über eine oder mehrere Membranen. Der LPG-Verdampfer wird in den Kühlwasserkreislauf des Fahrzeugs eingebunden, um den Verdampfer durch das warme Kühlwasser auf Temperatur zu bringen. Durch den kraftstoffführenden Bereich fließt flüssiges LPG, das erwärmt wird, dadurch verdampft und in die Gasphase übergeht. Der Verdampfer benötigt einen bestimmten Arbeitsdruck. Bei einstellbaren Modellen wird dieser nach Herstellervorgaben von der Fachwerkstatt eingestellt.

Das Wichtigste, was man über den Verdampfer wissen muss: Er muss jederzeit vollständig dicht sein und darf keine Undichtigkeiten haben. Andernfalls kann der notwendige Arbeitsdruck nicht eingehalten werden. Bei einer inneren Undichtigkeit kann je nach Bauart Autogas in den Kühlmittelkreislauf gelangen und Folgeschäden verursachen.

Zu den am meisten verbreiteten LPG-Verdampfern gehören u. a. Prins-Verdampfer, BRC-Verdampfer, KME, Landi Renzo, Zavoli, Lovato, Tartarini u. v. m.

Welcher LPG-Verdampfer passt zu welcher Motorleistung?

Verdampfer von Gasanlagen haben in der Regel eine kW-Angabe, die sich an der Motorleistung des umzurüstenden Fahrzeugs orientiert. Die kW-Angabe des Autogas-Verdampfers sollte als Obergrenze verstanden werden, um einen dauerhaften und sicheren Betrieb des Fahrzeugs gewährleisten zu können.

Viele Modelle gibt es deshalb in mehreren Leistungsklassen: den AC Verdampfer R01 bis 110 kW und den AC Verdampfer R01 bis 185 kW sowie den Landi Renzo Li10 TURBO bis 160 kW. Der Li10 TURBO arbeitet laut Produktdaten mit einem Ausgangsdruck von 1,2 bar bei maximal 28 bar Zulaufdruck. Diese Werte sind modellspezifisch und keine allgemeinen Einstellwerte. Zusätzlich zur Motorleistung müssen Anlagenfreigabe, Anschlüsse und Einbauvorgaben passen. Prüfen Sie die Genehmigungskennzeichnung am konkreten Bauteil; beim hier verlinkten AC R01 lautet sie E8 67R-01 4619.

Woran erkennt man einen defekten LPG-Verdampfer?

Ein defekter Verdampfer hat häufig verschiedene Ursachen, darunter schlechte Gasqualität, die zum Verkleben des Verdampfers führt, falscher Einbau oder eine defekte Gummimembran.

Da der Verdampfer für einen sicheren Betrieb einen bestimmten Betriebsdruck konstant halten muss, sorgen Probleme wie Verunreinigung/Verkleben oder Undichtigkeit dafür, dass der LPG-Verdampfer seinen Arbeitsdruck nicht mehr konstant halten kann. Je nach Problem steigt oder fällt der Druck des Verdampfers und führt in der Folge dazu, dass die Gasanlage abschaltet und das Fahrzeug in den Benzinbetrieb zurückschaltet. Das Zurückschalten in den Benzinbetrieb steuert das Gassteuergerät. Den zugehörigen Fehlereintrag liest die Werkstatt mit der Diagnose-Software des Anlagenherstellers aus dem Gassteuergerät aus; passende Interfaces gibt es unter Diagnose.

Bei Gasgeruch oder Verdacht auf eine Undichtigkeit darf die Gasanlage nicht weiter betrieben werden. Lassen Sie die Ursache von einer qualifizierten Fachwerkstatt prüfen. Öffnen Sie den Ausgleichsbehälter nicht als Selbsttest auf Gasgeruch; bei warmem Motor besteht zusätzlich Verbrühungsgefahr.

Besonderheit bei Prins-Gasanlagen

Bei bestimmten Prins-Systemen und Fehlerzuständen kann eine zeitweise Sperre für das erneute Umschalten auf Gas auftreten. Eine feste 10-minütige Sperre darf nicht auf alle Prins-Generationen und Fehlermeldungen übertragen werden. Entscheidend sind der konkrete Systemtyp, der Fehlerspeicher und die zugehörigen Diagnosevorgaben. Eine Sperre allein beweist keinen Verdampferdefekt.

Bei älteren Prins-Verdampfern kann eine innere Undichtigkeit als mögliche Ursache für Gas im Kühlmittelkreislauf in Betracht kommen. Auffälliger Druck im Kühlsystem sollte deshalb systematisch geprüft werden, bevor beispielsweise eine Zylinderkopfdichtung ersetzt wird. Die Werkstatt muss die Fehlerquelle am jeweiligen Fahrzeug nachweisen.

Auch bei neueren Verdampfergenerationen ersetzt eine geänderte Bauform keine Prüfung des konkreten Bauteils. Eine pauschale Fehlerfreiheit lässt sich daraus nicht ableiten.

Verdampfer verklebt durch schlechte Gasqualität

Durch minderwertige Gasqualität kann es zu Ablagerungen im LPG-Verdampfer kommen, die wiederum dazu führen können, dass dieser verklebt. Ein verklebter Verdampfer lässt sich nicht mehr regulieren und kann den Druck nicht mehr konstant halten. In der Folge schaltet die LPG-Gasanlage in den Benzinbetrieb zurück.

Der vorgesehene Flüssigphasenfilter vor dem Verdampfer hält geeignete Verunreinigungen entsprechend seiner Bauart zurück; ein vollständiger Schutz vor allen öligen Rückständen lässt sich daraus nicht ableiten. Bei Störungen im Gasbetrieb gehören die Filter in Flüssig- und Gasphase deshalb zu den ersten Prüfpunkten. Filter und Filtereinsätze finden Sie unter Gasfilter.

In jedem Fall muss der Verdampfer von einem Fachmann überprüft werden, um sicherzustellen, dass er ordnungsgemäß funktioniert. Entweder muss der Verdampfer getauscht werden oder eine Instandsetzung mit einem passenden Reparatursatz kommt nach Prüfung von Bauart, Schaden und Herstellervorgaben infrage.

Verdampfer-Probleme durch Einbaufehler

Ein falscher Einbau des LPG-Verdampfers kann Probleme mit der LPG-Autogasanlage verursachen. Er muss ordnungsgemäß in den Kühlkreislauf integriert und ausreichend mit warmem Kühlmittel versorgt werden. Mangelnder Durchfluss, Luft im Kühlsystem oder falsch verlegte Schläuche können die Wärmeübertragung beeinträchtigen. Dadurch kann die Verdampfung unzureichend werden, der Gasdruck instabil werden und das Steuergerät auf Benzin zurückschalten. Maßgeblich sind die Temperatur- und Einbauvorgaben des konkreten Anlagenherstellers; 70–90 °C sind kein allgemeiner Umschalt- oder Einstellwert.

LPG-Verdampfer reparieren oder tauschen?

Original Landi Renzo Reparatursatz für den LPG-Verdampfer Li10

Mit Reparatursätzen können hochwertige Verdampfer von Prins, BRC, Landi Renzo und anderen Herstellern instand gesetzt werden. Für den Li10 ist beispielsweise der Original Landi Renzo Reparatursatz Li10 erhältlich. Die genaue Ausführung muss zum vorhandenen Verdampfer passen. Die Reparatur sollte in jedem Fall von einem Fachmann durchgeführt werden. Reparatursätze für Verdampfer und Druckregler zahlreicher Hersteller finden Sie unter Reparatursätze, komplette Austauschgeräte unter LPG Verdampfer.

Nach Reparatur oder Austausch sind die vorgeschriebenen Dichtheits-, Funktions- und Einstellprüfungen durch die Fachwerkstatt erforderlich.

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